#30 Ecocockpit
Shownotes
Die Erstellung einer CO2-Bilanz muss nicht kompliziert sein! Mit dem kostenfreien Tool EcoCockpit erhalten Unternehmen jeder Größe eine praxisnahe Lösung zur Ermittlung ihres Corporate- und Product-Carbon-Footprints. Das intuitive Tool ermöglicht es, die Emissionen systematisch zu erfassen und Schritt für Schritt Maßnahmen zur Reduktion zu entwickeln.
Wussten Sie, dass Unternehmen durch eine klare CO2-Bilanzierung nicht nur ihre Klimaziele erreichen, sondern auch finanziell profitieren können? Durch die Optimierung von Energieverbrauch und Prozessen sparen Unternehmen nicht nur Kosten, sondern sichern auch ihre Position in nachhaltigen Lieferketten.
In dieser Folge zeigen unsere Gäste Marvin Ringhofer und Dennis Seiler von der IHK Region Stuttgart, wie EcoCockpit funktioniert, warum es gerade für KMU unverzichtbar ist und welche konkreten Vorteile es bringt.
Glossar: Product Carbon Footprint: CO2-Fußabdruck eines Produkts Corporate Carbon Footprint: CO2-Fußabdruck eines Unternehmens Emittenten: Eine Quelle, von der in diesem Fall Treibhausgase ausgehen. Scope1: direkte Emissionen Scope2: indirekte Emissionen Scope3: Vor- und Nachgelagerte Emissionen ESG: Environmental Social Governance (Deutsch: Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) CSRD: Corporate Sustainability Reporting Directive (EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen) ** Zum Tool**: https://ecocockpit.de/
Informationen zu den Gästen:
Marvin Ringhofer und Dennis Seiler, KEFF+ Experten der IHK Region Stuttgart
https://www.ihk.de/stuttgart/
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KND – Ecocockpit
Klimaneutral digital – der Info-Podcast für den Mittelstand. Wir unterstützen Sie mit konkreten Praxisbeispielen und passgenauen anbieterneutralen Angeboten rund um die Digitalisierung, damit Sie Ihre Klimaziele erreichen. Unser Angebot ist für Unternehmen kostenfrei. Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Klimaneutral digital. Sie sind mit Ihrem Unternehmen auf dem Weg zur Klimaneutralität. Wir helfen Ihnen dabei. Egal, wie weit Sie dabei schon gekommen sind, wir sind an Ihrer Seite. Vor allem wie Ihnen die Digitalisierung dabei helfen kann, das erfahren Sie hier. Mein Name ist Mats Kastning und heute geht es um ein Tool zur Treibhausgasbilanzierung. Dazu sind heute hier Marvin Ringhofer und Dennis Seiler. Würdet ihr euch bitte selber nochmal kurz vorstellen? Hallo, mein Name ist Marvin Ringhofer. Ich bin Mitarbeiter von der IHK Region Stuttgart und arbeite dort im Projekt KEV+. Das ist die Kompetenzstelle Ressourceneffizienz und bin da für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Hallo, mein Name ist Dennis Seiler. Ich bin auch bei der IHK Region Stuttgart als KEV+. Moderator tätig und bin eben für das Thema Ressourceneffizienz in den Unternehmen zuständig. Dann sprechen wir heute, wie schon angekündigt, über ein Tool zur Treibhausgasbilanzierung. Der Name ist EcoCockpit. Was steckt dahinter? Es ist ein Tool, mit dem man seine Treibhausgasbilanz erstellen kann. Also allgemein ist das auch bekannt als CO2-Bilanz. Das Schöne ist, dass das Tool für jeden und jede frei zugänglich ist, dass es kostenfrei ist und dass die Daten, die man dort eingibt, eben nur lokal in dem Browser gespeichert werden, aber nirgends hinterlegt oder hingesendet werden. Das Gute ist, dass eben jeder, wie gesagt, vom KMU bis zum großen Unternehmen, jeder darin spielen kann. Es wird an niemanden verschickt. Man kann einfach ausprobieren, man macht nichts kaputt und man kann dann einfach auch mal wieder löschen, von vorne anfangen. Und es ist super, man kann auch zuzehnt in dem Tool mitarbeiten. Da kann man auch mal alleine unterwegs sein und die Dateien einfach tauschen. Okay, jetzt wissen wir zumindest, dass es einfach, man bekommt es, man kann damit rumprobieren, auch mit mehreren Leuten. Aber ihr habt noch nicht verraten, was es kann. Was macht es eigentlich? Man kann damit seinen Product Carbon Footprint erstellen, aber vor allem auch seinen Corporate Carbon Footprint, also die Unternehmensbilanz. Das heißt, damit man auch weiß, wie viel CO2 ein ganzes Unternehmen über ein bestimmtes Jahr oder eben einen Zeitraum emittiert hat. Das Schöne ist, dass dort, sage ich mal, alle Emittenten, die man im Unternehmen selbst hat, dass die quasi hinterlegt sind. Sprich, das Tool fragt dich quasi, wie viel Strom hast du in diesem Jahr verbraucht, das fragt dich, wie viel Gas hast du verbraucht. Und dann kann man einfach seine Werte dort eingeben. Das wird dann von diesem Tool umgerechnet in CO2-Äquivalente, so dass man eben am Ende, wenn man seine Daten zusammen hat, einfach eine fertige Bilanz hat. Die kann man dann seinem Lieferanten schicken, seinem Kunden kann man die schicken, man kann sie seiner Bank geben. Man sagt dann eben und kann auch zeigen, wie viel CO2 man über ein bestimmtes Jahr emittiert hat, also ausgestoßen hat. Okay, jetzt mal ein praktisches Beispiel, weil wenn ich jetzt zum Beispiel gar keine Ahnung habe, was meine Ausstöße sind und wie komme ich da ran und was gebe ich dann wo ein? Also es gibt ein Formular. Da kann man auswählen, dass man bei Scope 1 erstmal Gas hat, Gas für die Heizung, wählt eben das Erdgas aus und kann dann eben sagen, man hat über das Jahr 2022 10.000 Kilowattstunden Erdgas verbrannt, tippt das ein und dann bekommt man automatisch seine Kilogramm-CO2-Äquivalente ausgespuckt. Und das macht man dann Schritt für Schritt, Scope 1, Scope 2, Scope 3, also die direkten Emissionen, die indirekten Emissionen und alle nachgelagerten Prozesse. Das kann man dann eben alles Schritt für Schritt eintippen, das muss man nicht alles an einem Tag machen, das kann man abspeichern und kann dann eben jedes Jahr von neuem seine CO2-Bilanz erstellen. Wie aufwendig ist das jetzt für mich? Es kommt darauf an, das kleine Unternehmen, das ist schon mal innerhalb von einem halben Nachmittag fertig und je größer das Unternehmen, je mehr Daten vorliegen, desto länger kann es natürlich dauern. Es ist natürlich auch sehr entscheidend, ob man, sage ich mal, nur Scope 1 und Scope 2 bilanzieren möchte. Das geht relativ schnell. Der Riesenblock dabei ist natürlich Scope 3, die vor- und nachgelagerten Emissionen. Das ist deutlich aufwendiger zu bilanzieren. Es ist halt schwierig, die Daten zu beschaffen und dann ist das Ganze auch aufwendiger. Aber das, was jetzt gerade, sage ich mal, für die meisten relevant ist, Scope 1 und Scope 2 ist schnell und einfach bilanziert. Das finde ich häufig so, wenn mir Leute erzählen, es ist ganz einfach, du musst einfach nur ein paar Zahlen eintippen, dann bin ich immer erst mal skeptisch, weil ganz häufig ist es dann doch nicht so einfach. Also wenn du gerade sagst, mit dem Gas, das verstehe ich noch, okay, da kann ich einfach auf meine Rechnung gucken, kann ich eintippen, fertig. Aber danach, also gerade schon gesagt, Scope 3, wie kann ich da an die Sachen kommen oder wie kompliziert ist es dann, sowas auszufüllen? Also auch da sind Datenbanken hinterlegt, die kostenlos zugänglich sind. Zum Beispiel, wenn ich jetzt einfach einen Werkstoff Holz habe, kann ich eintippen, dass ich zehn Tonnen Holz verarbeitet habe. Und auch da gibt es dann einen Wert, der dann ausgespuckt wird. Je spezifischer es wird, desto komplizierter wird es. Und das sind in diesen Datenbanken auch nur sogenannte Sekundärdaten, also alles, was jetzt schon einmal wissenschaftlich irgendwie ermittelt worden ist oder abgeschätzt. Und besser ist es natürlich, dass man die Primärdaten von seinem Lieferanten hat, dass der schon einmal ermittelt hat, wie viel CO2-Emissionen die Herstellung eines Produktes eben ergibt. Und das ist eben die Herausforderung, die jetzt in Zukunft kommt, dass die Lieferanten die CO2-Emissionen für die Produkte ermitteln. Jedoch wird es dann genauer und das ist eben das Einfachste, das Beste von der Genauigkeit her, was man machen kann. Ich denke, bei Scope 3 ist es auch wichtig, dass man eben im Vorfeld eine Wesentlichkeitsanalyse durchführt, sprich sich genau überlegt, ob diese Emissionen, sage ich mal, es wert sind, bilanziert zu werden. Also wir wurden sogar schon mal gefragt, was beispielsweise der CO2-Fußabdruck des verbrauchten Toilettenpapiers ist, wo ich sage, das wird jetzt bei einer Wesentlichkeitsanalyse vielleicht nicht die größte Rolle spielen, dass man das mit bilanziert. Also das heißt, um da kurz nachzufragen, ich kriege auch eine Anweisung, also das ist jetzt für das, was wir hier machen, erstmal uninteressant. Wichtig ist, dass du daraus findest, was verbrauchst du an den Materialien und den Materialien und jetzt nicht jeder Kugelschreiber und jedes Blatt Papier. Genau, also das würde eben einfach viel zu viel Aufwand bedeuten und es ist ja auch nicht sinnvoll, dass man eben alles mit bilanziert. Man möchte wirklich sich fokussieren auf die Geschäftsprozesse, also das, was eben ein Unternehmen ausmacht. Wie bei einer echten Bilanz muss man eben auch mal sagen, das lasse ich jetzt mal links liegen, weil das lohnt sich einfach nicht, dass ich das meine Bilanz mit aufnehme. Deswegen fokussiert man sich auf die wichtigen Dinge und dann wird man auch von Jahr zu Jahr besser. Man kann dann detaillierter werden, man bekommt auch genauere Daten und das ist eben der Sinn der Sache, dass man einfach mal anfängt, Scope 1, Scope 2 und dann eben die wichtigen Daten von Scope 3 und dann kann man sich noch immer weiterentwickeln. Für wen ist es jetzt was? Also gibt es bestimmte Firmengruppen oder bestimmte Handwerke oder was auch immer, die da nichts mit anfangen können oder ist es jetzt ein Ding, was jeder benutzen kann? Also mit dem Eco-Cockpit kann wirklich jeder arbeiten. Jedes Unternehmen findet sich da auf jeden Fall und natürlich die großen Unternehmen, da wird es immer komplexer. Da kann es sein, dass man eben mit dem Eco-Cockpit nicht allzu weit kommt, aber es ist eine gute Starthilfe, damit man einfach mal versteht, wie die CO2-Bilanz erstellt wird oder die Treibhausbilanz. Und deswegen sagen wir, jeder kann mal mit dem Eco-Cockpit anfangen und dann sieht man, wo man eben mal einen Cut machen muss. Dennoch würde ich sagen, einfach anfangen und damit spielen, damit man auch das Ganze versteht. Und es sind wirklich alle Unternehmen, also der Handwerker, der Einzelhandel. Wir haben sogar schon mal eine Kaffee-Rüstung bei BitBoy, die hat das Ganze genutzt, damit sie eben den Nachhaltigkeitsbonus bekommt und hat dann sogar noch einen finanziellen Benefit davon. Genau, jetzt kommen wir in die Richtung, es ist ja schön, wenn ich jetzt weiß, wie mein Corporate-Carbon-Footprint aussieht, aber warum sollte ich es machen? Einfach, damit man weiß, wo man ist, wie viel CO2-Emissionen man emittiert, wie viel Treibhausgase, wie viel Schaden man auch eben der Umwelt zufügt. Aber man hat eben, wie gesagt, Vorteile. Man kann das der Bank vorlegen, finanzielle Vorteile. Man kann seine Prozesse optimieren. Man kann zum Beispiel vergleichen, wenn man ein Unternehmen ist, welche Prozesse sind jetzt besser für die Umwelt. Soll ich jetzt vielleicht mal CNC schneiden oder kann ich das vielleicht auch auf eine andere Herstellweise machen und kann dann eben so abwägen, was besser ist. Damit kann ich sogar auch mal Verspendung sehen und damit auch Geld einsparen. Also da gibt es viele verschiedene Möglichkeiten und viele Vorteile durch die Treibhausgas-Bilanzierung. Viele Unternehmen nehmen sich ja auch glücklicherweise vor, ihren CO2-Fußabdruck zu reduzieren und dafür ist es natürlich super wertvoll, mal zu sehen und vor Augen zu haben, wo sind denn überhaupt meine Ausstöße. Dann kann man vielleicht sehen, oh Strom macht bei meiner CO2-Bilanz viel, viel, viel weniger aus als zum Beispiel mein Materialverbrauch. Und dann kann man vielleicht das Hauptaugenmerk auch ein bisschen verschieben und eben genau dort ansetzen, wo eben die Effekte dann auch am größten sind. Habt ihr denn jetzt schon praktische Erfahrungen damit? Also sind schon Firmen und Unternehmen auf euch zugekommen und haben das ausprobiert und sind mit euch dann in Kontakt getreten? Ja, also definitiv einige. Manche fangen einfach mit dem Eco-Cockpit an und sagen dann, ich komme jetzt nicht weiter, dann kommen wir auch zu den Unternehmen vor Ort und helfen. Wir können auch einfach mal per Teams helfen und einfach mal gucken, wo es denn hakt und geben Impulse mit. Also es ist kostenlos, auch unser Support ist kostenlos für die Unternehmen und dann wird es dann auch eben optimiert. Also die sehen dann, hier habe ich einen hohen CO2-Ausstoß bei der Energie, da kann ich einfach mal auf Ökostrom umstellen. Das ist die einfachste Möglichkeit, die ein Unternehmen einfach hat. Aber es geht dann auch immer weiter. Wir haben, wie gesagt, die Kaffee-Rösterei mal bestreut und dann hat die gesagt, helf mir mal, ich will eine neue Röstanlage, die ist im Moment gasbetrieben und ich mag das nicht. Und dann haben wir das eben mal ausgerechnet, sind mit denen durchgegangen durch die CO2-Bilanz und haben gezeigt, wie viel Tonnen CO2 die einsparen können, wenn die eben von Gas auf Ökostrom umstellen und eben auch die Maschine umstellen. Und die hat dann auch gesagt, sie kann den L-Bank-Förderkredit in Anspruch nehmen mit dem Nachhaltigkeitsbonus und hat eben dadurch eine Win-Win-Situation. Also einerseits CO2 einsparen und dann auch noch Geld sparen. Genau, die Unternehmen dürfen natürlich gerne auf uns zukommen und fragen, was gehört denn jetzt in Scope 1, was gehört in Scope 2, welche Werte brauche ich, damit ich vor allem die ersten beiden Scopes ermitteln kann. Dann sagen wir das den Unternehmen und dann wird denen, glaube ich, auch oftmals schnell bewusst, dass es jetzt keine Rocket Science ist, sondern dass man das schon hinkriegt. Gibt es noch ein Beispiel, jetzt Kaffee-Rösterei, okay, aber da komme ich schon wieder, denke ich mir schon, ja, okay, die haben Energie, die reihen durchs Rösten wahrscheinlich schon, die haben Stromverbrauch. Gibt es irgendwas, wo man jetzt Unternehmen oder irgendeine Firmengruppe, wo man jetzt vielleicht nicht als sofort dran denkt und wenn die das jetzt hören, denken, oh, wäre ja auch was für mich? Wir wissen es von Werbeagenturen, dass die das Tool genutzt haben. Es ist jetzt bei denen, die haben jetzt keine riesige Produktion, deswegen macht es das in gewisser Weise noch mal einfacher. Dennis, du bist näher an den Unternehmen dran. Was fällt dir noch ein? Wir haben schon alles Mögliche bei uns gehabt. Wir haben den Fenstermotor-Bauer bei uns gehabt, der wissen wollte, auch wie er vielleicht sein Produkt optimieren kann. Es geht natürlich um Product Carbon Footprint, was man auch mit dem Eco-Cockpit machen kann. Wir haben den Einzelwarenhändler gehabt bei uns in der Eco-Cockpit-Schulung, der einfach wissen möchte, wie hoch seine CO2-Bilanz ist oder wie viel CO2-Emissionen er ausgestoßen hat. Also wir haben wirklich alles mit an Bord und jeder hat da schon mal gezeigt, wie er eben CO2-Emissionen optimieren möchte. Jetzt habt ihr schon mehrfach darauf hingewiesen, wie einfach alles ist. Nochmal zusammenfassend, gegen Ende, was muss ich jetzt machen, wenn ich jetzt das gehört habe hier und denke mir, oh ja, das würde ich auch gerne mal machen? Was sind meine ersten Schritte und wie geht es dann weiter? Also es fängt damit an, auf jeden Fall mal seine Daten zu sammeln. Ohne die geht nichts. Also man muss wissen, was die Ausstöße sind und dazu informiert man sich eben, was in Scope 1 und Scope 2 reinkommt. Das sind, wie gesagt, auf jeden Fall immer der verbrauchte Strom, das ist das Gas, gegebenenfalls Öl, das ist Benzin. Das sind so die klassischen Emissionen. Da heißt es Daten sammeln und das ist das, was bei vielen wahrscheinlich auch am zeitaufwendigsten ist. Und wenn man die Daten gesammelt hat, dann heißt es wirklich erst mal nur eingeben. Und dann, wie gesagt, Scope 3 würde ich mal als nächsten großen Schritt sehen, da, wie ich vorher erwähnt habe, Wesentlichkeitsanalyse. Es ist auch gut, dass man eben früh anfängt. Je früher man anfängt zu sammeln, desto mehr Informationen hat man. Man kann seine Lieferanten vorbereiten und mal anfragen, wie sieht es denn aus? Habt ihr schon CO2-Daten? Und je mehr das machen, desto wahrscheinlicher ist es auch, dass eben CO2-Daten gesammelt werden und dass die Datenqualität auch gesteigert wird. Und dann kann man auch besser CO2-Emissionen einsparen, wenn man weiß, wie viel man tatsächlich dann auch verbraucht, wie viel CO2 tatsächlich ausgestoßen wird. Und deswegen heißt es einfach von uns anfangen, einfach mal klein anfangen. Und je mehr man eben sich damit beschäftigt, desto besser wird auch die Qualität und desto besser kann man auch die Umwelt schützen. Gibt es noch irgendwas, worüber wir noch nicht gesprochen haben, was ihr noch gerne weitergeben möchtet? Dennis hat es vorher mal kurz erwähnt. Ich finde es wichtig, wir haben jetzt viel über den Corporate Carbon Footprint gesprochen, sprich den CO2-Ausstoß des Unternehmens, dass sich auch einzelne Produkte bilanzieren lassen. Das ist vor allem in der Lieferkette durchaus relevant und auch das lässt sich mit dem Tool wunderbar machen. Finde ich nochmal erwähnenswert zum Schluss. Einfach mal anfangen, auch den Corporate Carbon Footprint mal erstellen für einzelne Produkte. Vor allem in der chemischen Industrie, in der Baubranche ist es eben schon gang und gäbe, dass man das hat. Und es wird aber auch immer weiter eben verlangt werden durch ESG, durch CSRD, wird eben mal früher oder später ein Kunde auf sie zukommen und dann eben danach verlangen. Also ESG, CSRD sind eben das, was jetzt auch in aller Munde ist, was vor allem für die großen Unternehmen ganz wichtig ist. Sei es Daimler, sei es irgendeine deutsche Bank oder wie auch immer. Also wirklich, da sind alle Unternehmen, die kapitalmarktorientiert sind, davon betroffen und die müssen eben die CO2-Emissionen ermitteln für die Nachhaltigkeitsbegichterstattung. Die sind verpflichtet und müssen natürlich dann auch irgendwo die Daten herbekommen. Das sind eben auch die Mittelständler, das sind die kleinen Unternehmen und die müssen dann eben jetzt dem Daimler, dem Bosch zuliefern und deswegen wird es immer wichtiger, dass man eben auch seine CO2 Bilanz ermittelt. Wenn man die CO2-Bilanz nicht kennt, dann läuft man einfach Gefahr, früher oder später aus der Lieferkette rauszufliegen. Die suchen sich dann andere Zulieferer, die eben ihre CO2-Bilanz kennen, damit sie selbst abgesichert sind, damit die Großen ihre eigene CO2-Bilanz erstellen können. Also wie wir es schon recht häufig hatten hier in dem Podcast, besser jetzt anfangen, als später das Nachsehen haben. Danke Dennis Seiler, danke Marvin Ringhofer, dass ihr da wart und uns aufgeklärt habt über das Eco-Cockpit. Wenn sie jetzt nicht alle Begriffe verstanden haben oder Fragen haben, die Begriffe finden sie im Glossar, in den Shownotes und da finden sie auch eine Adresse, eine Mail-Adresse, an die sie uns schicken, eine Mail schicken können und wir werden uns dann danach um alles kümmern. Außerdem, wer sonst noch Hilfe bei der Treibhausbilanzierung über das Eco-Cockpit hinaus braucht, kann sich natürlich auch gerne an uns wenden. Unsere Klimacoaches werden auch da weiterhelfen. Alle Infos zur Folge, weiterführende Links und was es sonst noch alles zu wissen gibt, neben den Begriffen und weiterführenden Informationen, finden sie in den Shownotes und auch den Kontakt zu unseren Experten. Ich bin Mats Kastling und würde mich freuen, wenn Sie auch in der nächsten Folge wieder dabei sind und bis dahin wünsche ich Ihnen und uns allen ein gutes Klima. Ciao. Vielen Dank. Ciao. Dankeschön. Ciao. Klimaneutral Digital gehört zum Mittelstand Digital. Das Mittelstand Digital Netzwerk bietet umfassende Unterstützung bei der Digitalisierung. Gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz. Alle Informationen finden Sie unter klima-neutral-digital.de. Konzept und Produktion Audiotextur.
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